20120706
brainstorming .
20111124
column three .
Ich möchte mir was gönnen. Der Grund? Weil man sich öfter mal selbst belohnen sollte vielleicht. Aber eigentlich gibt es keinen tiefsinnigeren Grund. Mit schicken Tretern beschenke ich mich selbst am Liebsten, also schnell virtuell jegliche Onlineshops abgecheckt um dann festzustellen, dass man gar nicht weiß was man haben will. Zwischen Chelsea Boots und Schnürstiefeln ertappe ich mich selbst beim Bestaunen von Nike Air Max Sneakern. Schwanke zwischen praktisch gefütterten Doc Martens und eigentlich viel hübscher anzusehenden, aber für den Winter eher dämlichen Heelvarianten. Angenervt von der eigenen Nicht-Entschlossenheit verlasse ich die digitalen Schuhoasen und denke mir wartest du einfach, bis dir ein hübsches Paar über den Weg läuft. Natürlich wartet man nicht, sondern versucht sich händeringend durch irgendwas von dem Kauf irgendeines Paares überzeugen zu lassen. Wenn ich wüsste welch bescheuerte Synapse dieses Verhalten im Körper auslöst, ich würd ihr gerne mal gehörig den Marsch blasen! Warum sucht man zwanghaft nach irgendetwas was man kaufen will, aber eigentlich gar nicht weiß was man will? Zwischen Sneaker und Stiefel liegen Welten und unzählige andere Eigenarten. Kaufe ich mir einen Sneaker, will ich doch den Stiefel und umgekehrt. Wieso spürt man dann also trotzdem den Drang weiter zu suchen, obwohl man weiß, dass die Jagd doch unbefriedigend endet?!
Und weil mir diese Frage wohl niemand beantworten kann, werde ich mich und meine Nerven weiter mit sinnlosen Konsumfragen quälen.
20111110
column two .
und weil ich gerade auf sneakersuche bin...

Ich war nie im Besitz von außergewöhnlich hohen Schuhen. Und ich meine jene Sorte von Schuhen, dessen alleiniger Anblick jeden Zeh meines Fußes weinen und erschauern lässt. Natürlich kenne auch ich das Gefühl leidender Quadratlatschen, die sich nach einem wohlgeformten Birkenstock-Fußbett sehnen und Absätze jeglicher Art verfluchen. Ein allerdings eher seltener Zustand. Warum? Nicht, weil ich den absoluten Geheimtipp habe, um auf haushohen Tretern einen Marathon zu bestreiten, sondern weil ich zu bequem bin. Das Vorurteil Männer würden auf hohe Hacken stehen ist meiner Meinung nach genau so bescheuert, wie sich mit drückenden Schühchen über Kopfsteinpflaster zu quälen. Natürlich können Absätze die Krönung einer grazilen Silhouette sein und ich bewundere jene Frauen, die die Muße und Tapferkeit haben tagtäglich auf Stelzen durch die Welt zu wandern, aber wenn man es nicht kann, es sich nicht antun will oder es einfach nicht zum Typ passt, dann lässt man es doch besser.
Erwartungsgemäß hat die Modewelt auch dafür eine Lösung parat: Sneaker-Heels!
Was mit Isabel Marants Bekett Boots anfing endet in einer Reihe von Turnschuh-Stöckeleien, die ich eher mit orthopädischer Hässlichkeit, als mit lässigem Chic verbinde. Ob hier jetzt die Optik oder die Bequemlichkeit als innovativer Gedanke im Vordergrund steht, bleibt für mich ein Rätsel und auch wenn Mode nicht immer ‚schön’ sein muss, brauche ich diese Neuheit in meinem Leben eher nicht.
20111101
column one .
Modeblogger- eine passionierte Leidenschaft, eine Berufung, eine Lebenseinstellung.
Die Parallelwelt der Menschen, die das Fashionbusiness zum Mittelpunkt ihres unglaublich aufregenden Lebens gemacht haben, floriert wie nie und spricht man von „Bloggern“ kann sich mittlerweile ein jeder etwas unter dieser scheinbar neuen Menschengruppe vorstellen.
Behaftet mit Klischees versteckt sich der erstklassige Fashionblogger hinter exorbitanten Sonnenbrillen, schirmt sich mit gigantischer Kopfbedeckung von Verfolgern ab und trägt auf wuchtigen Platformheels die gut gehüteten Fashionmusthaves der kommenden Saison in der gehypten Designertasche nach Hause.
den Coffe-to-go-Becher in der Hand, den weißen Laptop auf dem Schoß werden die scheinbar endlosen Store-Opening-Einladungen, Pressemitteilungen und Werbeanfragen systematisch und halbherzig durchgescrollt und abgehakt. Zielgerichtet und ohne Unterbrechung beginnt nun das Wichtigste im Leben des digitalisierten Fashiongurus: Bloggen und Posten und Twittern was die mit Trendfarben lackierten Fingerchen hergeben. Essenziell beim Outfit posten ist, das man möglichst unnahbar wirkt. Alltagskleidung ist Ruf schädigend, einfache Locations nicht denkbar. Noch rasch die individualisierten Designermarken aufgelistet und das Werk kann online gehen, auf dass es möglichst viele Hypes und Kommentare abwirft. Und so können für heute die absatzgeschundenen Füße hochgelegt, das Ombrehair zurückgeworfen und die Macarons aufgetischt werden.
(das ganze soll im übrigen kein angriff sein und darf ruhig mit einer portion ironie gelesen werden! ;) )
disclaimer .
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